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Wer? Wilhelm Müller Franz Schubert

 

 

 

Wann? ab ca 1814 1827

 

 

 

Wo? Brüssel, Berlin, Dessau Wien

 

 

Schubert wurde durch einige Zeit düster gestimmt und schien angegriffen. Auf meine Frage, was in ihm vorgehe, sagte er nur, "nun, ihr werdet es bald hören und begreifen." Eines Tages sagte er zu mir, "komme heute zu Schober, ich werde euch einen Zyklus schauerlicher Lieder vorsingen. Ich bin begierig zu sehen, was ihr dazu sagt. Sie haben mich mehr angegriffen, als dieses bei anderen Liedern der Fall war." Er sang uns nun mit bewegter Stimme die ganze Winterreise durch. Wir waren über die düstere Stimmung dieser Lieder ganz verblüfft, und Schober sagte, es habe ihm nur ein Lied, Der Lindenbaum, gefallen. Schubert sagte hierauf nur, "mir gefallen diese Lieder mehr als alle und sie werden euch auch noch gefallen"; und er hatte recht, bald waren wir begeistert von dem Eindruck der wehmütigen Lieder, die Vogl meisterhaft vortrug.

 

 

mehr über die "schauerlichen Lieder"

 

Buchtipp: Elmar Budde Schuberts Liederzyklen: Ein musikalischer Werkführer

Verlag: C.H.Beck

 

© P.RHÉI

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